2019-07-07 Unsere Reise nach Chile

Die Koffer sind gepackt.
Onkel Peter holt uns mit seinem Transporter ab. So müssen wir nicht die ganzen Koffer bis zum Bahnhof schieben. 🙂
Familie Lenz und Familie Kleemann verabschieden uns. 😊

Bevor es richtig losgeht, gehen wir noch mal in die Kirche. Von dort starten wir dann mit dem Zug Richtung Düsseldorf. Unsere Familie bringt uns an den Bahnhof und verabschieden uns. Und ja, meine Augen waren mehr als feucht 😉 Hoffentlich schaffen wir alle Anschlusszüge und Flüge. 😬

Die Zugfahrt war ziemlich abenteuerlich. Kurz nach Eisenach kam die Durchsage, dass der Zug ca. 30 Minuten später in Frankfurt sein würde, weil eine Fliegerbombe an der Strecke entschärft wird. Na toll, dass heißt wir schaffen unseren Anschlusszug nicht. Steffen macht sich sofort auf die Socken und fragt den Schaffner, ob es eine Chance gibt, dass der Zug auf uns wartet. „Den Zug gibt es gar nicht“ die Antwort des Schaffners. 😱 „Wie, den gibt es nicht? Und nun?“. „Da müssen Sie halt einen anderen Zug nach Düsseldorf nehmen“. Steffen kommt zurück und wir suchen eine neue Verbindung raus. Wir steigen also in Fulda aus und nehmen den nächsten völlig überfüllten Zug Richtung Düsseldorf. Wir schaffen es rechtzeitig an den Flughafen. Nur gut, dass wir genügend Puffer eingeplant haben.

Eingecheckt. Alles Gepäck hatte das richtige Gewicht. Puh. 😀

Aber das Chaos ist noch nicht vorbei. Wir stehen in der Warteschlange, um in das Flugzeug zukommen. Ständig läuft ein schreiender nicht zu verstehender Mann an uns vorbei. Das Ende vom Lied: „Es ist kein Platz mehr für Ihr Handgepäck. Ich habe doch die ganze Zeit gerufen. Sie können nicht mehr mit rein“. „Wie jetzt????“ Der Flugbegleiter war deutlich freundlicher und meinte wir dürfen selbstverständlich mitfliegen und unser Gepäck auch. Wir müssen es nur in den Frachtraum geben. Steffen fragt extra, ob es dann auch in Santiago de Chile ankommt. Ja, sicher. In aller Eile holen wir alle Akkus aus den Koffern, die dürfen nicht in den Frachtraum. Vergessen dabei aber ganz, dass unsere wichtigsten Unterlagen auch in den Koffern sind. 😫

In Madrid müssen wir von dem einen Ende des Flughafens bis zu dem anderen. Dank Bahn schaffen wir das. Friedrich übernimmt die Führung und wir haben Mühe ihm zufolgen. 😅 Völlig fertig kommen wir dann im Flugzeug an und richten uns auf einen ca. 12-stündigen Flug ein. Weil wir mit der Sonne flogen, hatten wir zwölf Stunden Nacht.

Erst beim Landeanflug auf Santiago de Chile ging die Sonne auf. Das sah sooo super schön aus. Die Anden bei Sonnenaufgang. 😊

Anden bei Sonnenaufgang

Der Flug hatte eine Stunde Verspätung. Ob wir jetzt trotz der Zollformalitäten noch unseren Anschlussflug nach Concepcion schaffen? Wir müssen erst durch die Passkontrolle, dann unser Gepäck holen, durch den Zoll, neu einchecken und dann noch mal durch die Sicherheitskontrolle. Das wird knapp. Und es wurde mehr als knapp. Wir warteten ewig auf unsere Handgepäckkoffer (mit den wichtigen Unterlagen). Und die kamen einfach nicht. Steffen bekam dann raus, dass die noch in Madrid waren 😱😡

Nicht zu ändern! Jetzt müssen wir den nächsten Flieger erwischen. Wir preschen durch den Zoll, drängeln uns beim Einchecken vor, mogeln uns mehr oder weniger durch die Handgepäckkontrolle und hetzen zu unserem Flieger. Das alles in einem irrsinnigen Tempo und ohne ein Kind zu verlieren. Ich bin stolz auf meine Kinder, dass sie trotz der Strapazen so super mitgemacht haben!!! 😍

So eine chaotische Reise hatten wir noch nie, selbst Steffen mit seiner jahrelangen Reiseerfahrung nicht.

Flug nach Concepcion
Wir sind gelandet und haben unsere großen Koffer alle beisamen 😀
Uns fehlen halt nur sechs kleine Koffer.

Das Flugzeug war tatsächlich eine Stunde zu früh da, obwohl wir zuspät starteten. Nach ca. 30 Minuten Wartezeit wurden wir abgeholt und in unsere Übergangswohnung gebracht. Hier war alles liebevoll und super vorbereitet. Es gibt einen großen Esstisch, ein Sofa, einen Sessel, eine Küche, Schlafgelegenheiten für alle und und und. 😊 Danke, liebe Familie Rodemerk!!!

Nach Nudeln mit Tomatensoße gönnten wir uns erst einmal einen Mittagsschlaf. Danach schickte ich meine Familie in den Regen, Zahnpasta und Zahnbürsten zukaufen. Nach dem Abendbrot fielen wir dann todmüde in die Betten. Gute Nacht! 😴

One thought on “2019-07-07 Unsere Reise nach Chile

  1. Das war ziemlich stressig gewesen. Hauptsache, ihr habt alle Züge und Flieger geschafft.
    Es sind schöne Fotos. Wünsche euch alles gute. Schön das wir von euch hören.
    LG Kathrin Greve

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert