Diese Woche habe ich so gut wie nichts geschafft. Ich hatte zwei kranke Kinder zu Hause. Marie-Luise war am Montag schon auf dem Weg in die Schule und kam gleich wieder nach Hause. Ihre Halsschmerzen sind zu schlimm, sie kann nicht in die Schule gehen. Also verkrümelt sie sich mit einem Buch wieder ins Bett. Fieber hat sie auch. Am Mittwoch beklagt sich Paul auch über Halsschmerzen. Also bleibt auch er zu Hause. Die beiden genießen die Zeit in Mamas und Papas Bett, hören Hörspiele und steckern ein Glasuntersetzer nach dem anderen. Wir können jetzt eine Party mit unterschiedlichen Glasuntersetzern ausstatten. 🤣
Heute wurde auch endlich der Garten gemacht. Eigentlich sollte das vor unserem Einzug passieren. Jetzt sind endlich die Dachrinnen leer und das Wasser kann ordentlich abfließen. Die Bäumchenhecke wurde geschnitten, jetzt kommt mehr Sonne in den Garten.
Am Mittwochabend geht es den beiden wieder recht gut. Steffen kommt nach Hause und macht den Vorschlag, dass es Eis geben könnte. Also essen wir gemeinsam Eis. Im nachhinein war das keine gute Idee. Paul liegt am nächsten Tag mit 39,9°C im Bett und will einfach nur in Ruhe gelassen werden und auch Marie-Luise hat wieder Fieber. 😒🙄 Eigentlich wollten wir heute Nachmittag mit dem Kanu auf den Rio BioBio um Vögel zu beobachten. Daraus wird nun doch nichts. 😥
Hans und Steffen ziehen trotzdem los. Zwar nicht mit dem Kanu auf den BioBio, aber sie haben eine wundervolle abenteuerliche Zeit zusammen an der nördlichen Flussmündung – Decembocadura. Sie entdecken Kletterfelsen und sogar eine Piraten-Höhle. ☠ 😁








Aber die Woche ist noch nicht vorbei. Am Freitag geht es ruhig zu. Wir grillen Abends nur mit den Würths bei uns. Aber am Samstag gibt es wieder viel zu tun. Marie-Luise und Paul sind wieder einigermaßen fit. Die Würths haben eine Probe-Reitstunde für 10:30 organisiert. Wir schnallen also unser Kanu auf das Dach und fahren los. Der Reitstall liegt auf dem Weg nach Decembocadura. Heute wollen wir endlich unser Boot zu Wasser lassen. Aber erst einmal auf zum Reiten.
Man merkt, dass Marie-Luise noch nicht ganz fit ist. Sie wirkt etwas zurückhaltend und etwas unsicher. Außerdem sind die Steigbügel zu lang für sie und sie können nicht kürzer gestellt werden. Dafür schlägt sich aber recht gut. Das Beste für sie war, dass sie galoppieren durfte.


Während die Mädels (Martje und Marie-Luise) reiten stromert Steffen mit den anderen Kindern rum. Sie entdecken den Modellflugplatz und sind hellauf begeistert. Die Modellflugzeuge sind teilweise so groß wie ein Erwachsener, werden mit Kerosin geflogen und sind ziemlich schnell.
Nach einer kurzen Fahrtstrecke sind wir endlich an der Flussmündung, schnallen unser Kanu vom Dach, beladen es und bringen den ersten Schwung auf die Insel zum Picknicken. Steffen muss vier mal hin und her fahren bis alle, die wollen, drüben sind.








Und da verschwinden sie in die Höhle:
Landemanöver in voller Länge 😅🤣
Endlich wieder Land unter den Füßen:
Höhlenforscher:


Während Steffen mit den anderen noch weitere Höhlen mit dem Kanu erkunden möchte, gehen Marie-Luise und Martje die Piraten-Höhle noch mal auf dem Landweg erkunden. Auf dem Rückweg findet und fängt Marie-Luise eine „Blindschleiche“, die sich als kleine Schlange entpuppt. 😅 Papas Tochter!



Auf dem Rückweg halten wir noch an einem Museum an, bei dem so eine Art Mittelalter-Markt ist. Und ja, da wird sogar gekämpft. Ich hätte nicht gedacht, dass es so eine Szene auch in Chile gibt, weil es ja hier nicht wirklich das Mittelalter mit Rittern und so gab. Aber das ist wohl eher auf die Phantasie-Szene mit Elfen und Hobbits zurück zuführen. Die Stände sind nicht mit den Mittelalter-Märkten in Deutschland zu vergleichen. Wirklich mehr so eine Spielerei, aber mit Herzblut. 🙂

Ein ereignisreicher und schöner Tag neigt sich dem Ende.