Endlich ist es soweit – die Kinder bekommen einen kleinen Pool. Mit Pauls Hilfe baue ich ihn am Montag auf und befülle ihn mit Wasser. Ist das toll und kalt. 😅 Egal – Paul probiert ihn trotzdem gleich aus.

Wegen angekündigter Generalstreiks, verläuft diese Woche schultechnisch wieder turbulent. Montag haben die Kinder noch normal Schule, aber Dienstag dürfen sie zu Hause bleiben. Die Kinder genießen den Pool und die Freizeit.
Wir wollen den freien Tag aber natürlich nicht nur so dahin gehen lassen. Also wird das Kanu auf das Autodach gepackt. Wir paddeln endlich auch als Familie über die Laguna Grande und beobachten die vielen Vögel auf dem See. Nur leider sehen wir keine Schildkröten, wie beim letzten Mal. Schade! Steffen wollte auch mal eine sehen. Auf dem See erreicht uns der Anruf von Friedrichs Kieferorthopäden. Sie warten auf ihn. Auf Grund der Unruhen waren wir uns nicht sicher, ob der Termin bleibt. Außerdem konnten wir niemanden erreichen. Also dachten wir, er fällt aus und sind einfach losgefahren. Sie warten nun also doch auf Friedrich. Wir paddeln zurück, beladen das Auto und fahren los. Friedrich bekommt heute seine ersten Brackets im Oberkiefer. Nächste Woche kommt dann der Unterkiefer dran.
Mittwoch ist nun also wieder Schule. Mal sehen wie es Morgen aussieht. Steffen macht sich auf den Weg nach Buenos Aires zu einer Weiterbildung. In Santiago übergibt er den Check und die Vollmacht an Marek, damit er uns dann das Auto kaufen kann. Wenn alles Gut geht, dann kommt Steffen am Samstag mit dem Chevrolet Suburban nach Hause. Am Abend dann die Nachricht – die Schule fällt morgen wieder aus. O.k. was machen wir mit dem freien Tag? Wir entschließen nach Hualpen zu fahren. Auf dem Satellitenbild bei Google-Maps habe ich einen schönen kleinen Strand entdeckt. Den wollen wir erkunden.
Wir packen also am Donnerstag unsere Sachen zusammen – Picknick, Badesachen sowie Decke – und machen uns auf den Weg. Wir starten schon Vormittags, weil es da am ruhigsten ist und wir nicht wissen, ob wir nachmittags die Brücken noch nutzen können. Laut Karte soll es einen kleinen Fahrweg geben, der einen fast zum Strand bringt. Wir finden ihn und fahren ganz vorsichtig hinein. Schon nach 10 Metern entscheide ich, nein den Weg laufen wir lieber. Der ist viel zu schmal für unser Auto. Wenden – Fehlanzeige. Ich muss das kurze Stück rückwärts wieder raus fahren. Nur gut, dass wir Allrad haben.
Das Auto ist schnell geparkt, die Sachen schnell geschnappt und schon laufen wir den herrlichen Weg entlang. Er ist wirklich herrlich. Teilweise wirkt es wie Dschungel. Die Geräusche sind spannend und wir entdecken wunderschöne Blüten und ein paar Krabbeltierchen. Unter anderem eine Vogelspinne. Allein der Weg war den Ausflug schon wert.



Der Weg schlängelt sich an einem üppig begrünten Abhang entlang, vorbei an kleinen Quellen und verschiedenen Tiergeräuschen. Wir stoßen auf eine kleine Lichtung. Hier steht ein Motorrad. Schade – haben wir den Strand doch nicht für uns alleine. Na ja, egal. Jetzt gehen wir weiter und sind schon ganz gespannt. Es wird abschüssig und der Weg neigt sich rapide dem Meer zu. In eine kleine Schlucht hinunter und schon können wir Meer hören und dann auch schnell sehen. Herrlich! Ein weißer Strand durchsetzt mit Felsen.
Es stehen einige Zelte hier am Strand und die Leute kommen langsam heraus gekrochen. Wir suchen uns eine ruhige Ecke, die drei Kleinen ziehen flugs ihre Badesachen an und beschnüffeln das Meer. Nein, sie springen nicht gleich rein. Sie lassen das Meer erstmal ihre Füße umspülen und wagen sich immer tiefer rein. Sie sammeln Algen oder so etwas und spielen. Friedrich hat sich in Harry Potter vertieft. Er hat irgendwie keine richtige Lust ins Wasser zu gehen. Die anderen Leute stören ihn irgendwie. Er wird halt langsam groß…



Gegen 11:30 machen wir uns wieder auf den Rückweg. Die Sonne knallt ganz schön und ich möchte nicht, dass jemand einen Sonnenbrand bekommt.

Den Nachmittag verbringen wir in Ruhe zu Hause und beenden den Tag mit einem Lagerfeuer. Und Steffen? Der lernt ganz fleißig und erkundet danach etwas die Stadt. Ihm geht es nicht ganz so gut. Er hatte eine Kieferoperation, bei der ihm zwei Stifte eingesetzt wurden. Danach muss er sich irgendwie blöd auf die Lippe gebissen haben und die Stelle hat sich jetzt entzündet. Dumm gelaufen. Aber er hält tapfer durch!

Freitag ist wieder ein fast normaler Schultag. Zumindest sind die Kinder in der Schule und ich nutze den freien Vormittag und fahre in den Tempel. Ich liebe es dort zu sein. Die Ruhe und der Frieden, die man hier spüren kann, sind unbeschreiblich. Es ist jedesmal wie eine Verschnaufpause zum Kraft schöpfen. Nur schade, dass der Alltag einem immer wieder den Weg dorthin erschwert.

Der Rest des Tages geht mit Alltag dahin – Spielen, Lesen, Abendbrot und mit Papa telefonieren.
Heute kommt Steffen endlich wieder. Das mit dem Auto hat leider nicht so geklappt wie es sollte. Der Notar, der die Vollmacht ausgefüllt hat, hat es falsch gemacht und Marek konnte uns deswegen nicht das Auto kaufen. Steffen versucht also heute noch was hinzubekommen und doch noch das Auto mitzubringen. Er trifft sich mit dem Besitzer bei einem Notar und auch da fehlen Unterlagen. Dieses mal aber nicht von uns. Am Ende hat es doch noch geklappt mit dem Autokauf. Ab heute sind wir stolze Besitzer eines Schiffs – Ach nein, eines Suburbans.


Der Rest der Familie ist heute bei Pauls Paseo – Jahresabschluss der Kindergartengruppe. Es wird gebadet, gespielt, geredet und gegessen. Am Ende sind dann auch meine beiden großen aufgetaut und genießen die Zeit.







Steffen kommt so gegen 21:00 endlich zu Hause an. Der Tag war so aufregend, dass die Kinder noch nicht schlafen. Und als sie hören, dass Papa da ist, ist kein Halten mehr. Sie wollen das neue Auto sehen. 🙈
Sonntag sind dieses mal die Sisters zum Mittagessen eingeladen. Und es wird wieder Mölki bis zum Essen gespielt. 😁 Es ist aber auch ein tolles Spiel.






