2019-12-24 Informationsbeschaffungstag

„Unser“ Strand.

Heute schlafen wir mal so richtig aus. Nach einem ruhigen Frühstück starten wir gegen 10:00 Richtung Puerto Varas. Hier gibt es ein Informationszentrum und Einkaufsmöglichkeiten. Steffen hat beschlossen, dass wir zwei neue große Rucksäcke kaufen. Er hat tatsächlich kurz die Möglichkeit in Betracht gezogen, noch mal nach Concepcion zu fahren und die beiden Rucksäcke zu holen. Aber nur kurz. Deutlich effektiver und umweltschonender ist ein Neukauf.

Blick aus dem Fenster beim Frühstücken. Eigentlich sollte da der Vulkan Osrono zu sehen sein.

In Puerto Varas finden wir tatsächlich ein Outdoor-Geschäft und nach einer reichlichen Stunde haben sich Steffen und Friedrich für je einen Rucksack entschieden. Die drei Kleinen nutzen die Zeit und erkunden all die tollen Dinge im Laden. Am Schluss kaufen wir zwei Bauchtaschen (eine für Marie-Luise und eine für Paul), ein Magnesium-Feuerzeug (für Hans), Zeltheringe und zwei große Rucksäcke.

Das Wetter ist heute ziemlich unbeständig. Sonne und Regen wechseln sich ab. Nach dem erfolgreichen Einkauf folgen wir der Straße am See und kommen nach Frutillar. Viele empfahlen uns dringend diese Städtchen zu besichtigen, es sei wunderschön. Vielleicht waren wir an der falschen Stelle, aber wir finden sie nicht wirklich schön. Klar, es sind immer mal schöne Häuser zu bewundern, aber da gibt es in Deutschland ganz andere Städte zu bestaunen. Aber eines fällt tatsächlich auf … die hohen Zäune und Mauern fehlen. In San Pedro und in Concepcion sind alle Grundstücke eingezäunt oder sogar eingemauert, aber hier sind überwiegend normale Zäune zu sehen. Das ist erfrischend!

In Frutillar spendiert Steffen ein Eis.

Schade, dass alles so wolkenverhangen ist.

Gestern und heute sind wir ein Stück dieselbe Strecke gefahren. Sie führt uns durch alte Lavafelder. Das ist nur noch daran zu erkennen, dass immer mal wieder Lavafelsbrocken hervorlugen. Ansonsten ist das Lavafeld von kleineren Bäumen und anderen Pflanzen überzogen. Dieses Wechselspiel aus Vegetation und Lava fasziniert mich ungemein.

Plötzlich ruft Hans: „Da sind Füchse“. Und tatsächlich auf einem Parkplatz sind zwei Füchse, die wir super fotografieren können. Was für eine Entdeckung. Alle sind begeistert.

Zorro chillos (spanische Namen)

Wir umrunden den See einmal komplett. Zurück in der Cabana wechseln die Kinder ihre Kleidung gegen Badesachen und verschwinden in die Schwimmhalle. Steffen begleitet sie für eine kurze Zeit, kehrt dann wieder in unsere Behausung zurück und wir planen die nächsten Tage.

Morgen wollen wir zum Vulkan Orsono. Hoffentlich hat er Morgen keine Mütze auf. Aber laut Wettervorhersage soll das Wetter ab Morgen besser werden. Ich bin mal gespannt wie voll es das Morgen ist. Der 25. ist ein chilenischer Feiertag und da kann ich mir vorstellen, dass es da Morgen am Vulkan besonders voll ist. Zumal es da auch ein Skigebiet gibt, das das ganze Jahr über geöffnet hat. Abwarten.

Hier gibt es noch einen zweiten Vulkan – den Calbuco. Der ist am 22.04.2015 das letzte Mal mit einer heftigen Explosion ausgebrochen. Über 2.000 Menschen mussten evakuiert werden, weil alles mit feiner Asche überzogen war. Noch heute sprechen viele über den Ausbruch.

Heute Abend liest Steffen Percy Jackson vor. Die Kinder können gar nicht genug bekommen. Es ist aber auch zu spannend.

Am 27.12. werden wir weiter nach Cochamo fahren. Das ist nicht sonderlich weit, aber es gibt hier sooo viel zu erkunden und zu entdecken, dass man mindestens zwei Wochen hier bleiben könnte. Aber wir wollen ja noch weiter Richtung Süden.

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