2019-12-25 Vulcano Orsono

Ein Blick aus unserem Fenster zeigt uns heute Morgen endlich den Vulcano Orsono. Ein wirklich beeindruckender Berg und da wollen wir heute ein Stück weit hoch.

9:12 geht es los. Wir fahren zum Vulcano Orsono. Der Weg führt uns durch eine pflanzenreiche Gegend mit jeder Menge Lupinen und anderen schönen Blumen. Es ist schwer mit Worten zu beschreiben und auch ein Foto kann die Landschaft nur schwer einfangen. Wir genießen die kurvige Strecke mit ihrem herrlichen Ausblicken und Pflanzen.

Es gibt zwei Seilbahnen, die ein Stück den Vulkan nach oben führen. Eigentlich haben wir gelesen, dass es das ganze Jahr über möglich ist, hier Ski zu fahren. Aber davon ist nichts zu sehen. Vielleicht war es mal so, aber jetzt ist es nicht mehr so.

Es gibt ein kleines Nationalpark-Büro, das wir zunächst aufsuchen. Der nette Herr empfiehlt uns zwei Wege. Eine Karte gibt es nicht – dafür ist das Gebiet einfach zu klein. Wir wollen den längeren Aufstieg zur Bergstation der Seilbahn laufen.

Wir bereiten uns vor.
Jetzt geht es los. Auf zur Bergstation des Lifts.

Zunächst folgen wir einem Weg und dann entdecken die Kinder einen Kuhfleck – ein Schneefeld. Der liegt in etwa auf unserem Weg. Also, nichts mehr mit Weg. Der Weg würde uns sowieso nicht zum Ziel führen. Also gehen wir quer Feld ein Richtung Kuhfleck durch Vulkankies und –sand. Die Kinder mit Steffen vorne weg, nur Hans will mich nicht allein lassen. Er bleibt geduldig an meiner Seite und ich kämpfe mich nach oben. Blödes Übergewicht.

Da sieht man den Kuhfleck. Da wollen wir als erstes hin.
Am Kuhfleck.

Als ich endlich ankomme, umrunden Steffen und Paul schon den Fleck und erkunden, ob sie ihn auf dem Hosenboden runterrutschen können. Nein, es ist zu steil. Friedrich kraxelt das Schneefeld ein Stück auf allen Vieren nach oben und rutscht dann nach unten. Das ermuntert Paul es am Rand auch zu versuchen. Da es nur ein kurzes Stück ist, wird er auch nicht zu schnell. Steffen will es natürlich ganz genau wissen. Er geht in die Mitte und rutscht nach unten. Zum Schluss wird es etwas steiler und er kann kaum noch bremsen. Aber er schafft es. So ein Spaß.

Jetzt queren wir ein loses Geröll-Feld – fast Sand. Es ist ziemlich anstrengend in so lockerem Material seitlich eine Flanke zu passieren. Dann haben wir endlich den eigentlichen Weg erreicht. Nicht lange, dann stehen wir vor einem größeren Schneefeld. Die letzten Meter zur Station müssen wir durch Schnee stapfen.

Bis jetzt war der Lift nicht in Betrieb. Und die Kinder möchten sooo gerne runterfahren. Fast oben, geht er endlich an. Wir können doch runterfahren. Da niemand oben ist, steigen Friedrich und Marie-Luise immer wieder ein, fahren die Runde und springen wieder ab. Friedrichs Kommentar: „Sogar der Lift fährt andersherum als bei uns“.

Alle haben es geschafft!!!
So ein kleines Vögelchen kann in so einer unwirtlichen Umgebung überleben – echt beeindruckend.

Wir machen unsere Mittagspause und schießen ein Foto. Leider ist der Gipfel (noch 800 Höhenmeter und ca. 3 h Aufstieg) wieder mit Wolken verhangen. Von hier kommt man mit normaler Ausrüstung sowieso nicht mehr weiter. Deshalb stand der Gipfel auch nie als Ziel fest. Wir haben insgesamt 400 Höhenmeter bewältigt und dafür 2 ½ Stunden (mit Kuhfleck-Pause und diversen kleineren Pausen) gebraucht.

Schade – der Gipfel ist gerade wieder bedeckt.

Pauli hat kalte und nasse Füße. Seine Wanderschuhe sind nicht mehr dicht. Ich ziehe ihm die Schuhe aus und wickle seine Füße in meine Jacke. Eigentlich wollten wir an der Zwischenstation noch eine kleine Runde zum roten Krater drehen, das fällt jetzt wohl aus. Zumindest für Paul und mich. Marie-Luise hat keine Lust noch mit hinzulaufen, aber die anderen beiden Jungs.

Jetzt wird es auch langsam voll hier oben. Es werden immer mehr, die mit dem Lift nach oben kommen. Wir packen unseren Kram zusammen und besteigen den Sessellift nach unten. An der Zwischenstation trennen wir uns und ich fahre mit Paul sowie Marie-Luise weiter nach unten. Unten angekommen bezahle ich das Ticket und trage Paul zum Auto. Unser Auto steht nicht an der Liftstation. Ich muss ihn ein ganzes Stück tragen. Ihn freut es. Wir brauchen gar nicht so lange auf die andere Hälfte der Familie warten.

Auf dem Weg zum roten Krater.
Am Rand vom roten Krater.
So eine tolle Eidechse haben sie im roten Krater gefunden.

Auf dem Weg zum Auto.

Auf dem Rückweg sehen wir auf einem kleinen Parkplatz wieder zwei Füchse. Steffen packt das Fotofieber und er macht ein paar super Aufnahmen.

Rückweg – hoffentlich könnt ihr erahnen wie schön es ist.

Zurück in der Cabana ziehen sich die Kinder um und sind im Schwimmbecken verschwunden. Nachdem alles aufgeräumt ist, folgt Steffen den Kindern und ich lege mich hin. Ich bin total fertig.

Zum Abendbrot grillt Steffen das Fleisch und zum Feuerentzünden verwenden sie Hans neues Wildnisfeuerzeug. Steffen muss ihm am Schluss doch helfen. Aber es hat funktioniert. Hans muss einfach noch ein bisschen üben.

Zum Tagesabschluss lesen wir wieder Percy Jackson. Dabei schläft Paul dann ein. Mittlerweile haben sich die Wolken um den Gipfel des Orsono auch wieder verzogen. Schade, ich hätte den Gipfel gerne von oben aus gesehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert