Für heute haben wir uns eine Menge vorgenommen, allerdings sind wir erst 8:30 aufgestanden. Irgendwie sind wir heute nicht so richtig aus den Federn gekommen. Selbst die Kinder waren nicht viel früher wach. Zu spät ins Bett und zu viel frische Luft.
Kurz nach zehn Uhr starten wir unsere Tour. Das erste Ziel sind die Wasserfälle des Petrohue. Der Petrohue ist der Fluss der den See Totod los Santes ins Meer entwässert. Seine Färbung ist tief türkisblau, was von den gelösten Kupfersalzen kommt und seine Stromschnellen und Wasserfälle sind auf Grund der Wassermassen sehr beeindruckend und wunderschön. Wir besuchen also zuerst die heiß angepriesenen Wasserfälle – und sie sind tatsächlich sehr beeindruckend. Es soll Leute geben, die da mit dem Kajak runterfahren.






Noch zwei Videos von den Wasserfällen, damit ihr einen ungefähren Eindruck bekommen könnt:
Bei den Wasserfällen gibt es zwei kleine Rundwege – den Weg der Verliebten und den Regenwald-Weg. Die nehmen wir natürlich mit. Der Weg der Verliebten ist sehr hübsch, aber recht stark frequentiert. Der andere Weg ist wunderschön urig und wir treffen nahezu niemanden auf dem Weg. Mit 40 Minuten Gehzeit ist er den meisten Wasserfall-Besuchern zu weit. Gut für uns. Obwohl es nicht wirklich warm ist, so etwa 16°C ist es in dem Wald trotzdem schwül. Kaum vorstellbar, dass es Regenwald in der gemäßigten Zone gibt, aber es gibt ihn tatsächlich. Nach etwa 2 Stunden verlassen wir die Wasserfälle mit seinen Wegen.
















Vor dem Eingang gibt es eine Souvenir-Job. Und da kaufen wir tatsächlich etwas – einen Lederhut für Friedrich (wir haben bis jetzt keinen für ihn bekommen), einen Poncho für Paul (Geburtstagsgeschenk, da muss er noch drauf warten) und eine Tasche für Marie-Luise (ich habe ihr eigentliches Geburtstagsgeschenk zu Hause vergessen, deshalb bekommt sie die Tasche als Trostpflaster).

Bis hierhin ist die Straße super ausgebaut mit Asphalt und so, ab hier beginnt die Schotterpiste. Aber auch die ist verhältnismäßig gut ausgebaut. Teilweise richtig breit. In Petrohue beginnt ein andere Wanderweg – ein etwa 10 km langer Rundwanderweg. Das ist der Wahnsinn hier. Hier starten kleine Passagierboot zur Seerundfahrt, es gibt Fressbuden und Kajaks zum Seebefahren können ausgeliehen werden. Alles ist total auf den Tourismus ausgelegt.

Wir suchen einfach ganz schnell den Ausgangspunkt unserer Wanderung, machen Mittag und laufen los. Der Weg führt uns über meist sandige Wege abwechselnd durch Wald, heideähnliche und teilweise auch strandähnliche Gegenden. Der Sandweg macht uns ganz schön fertig. Wir passieren zwei Wadis und gehen dann zum Seeufer runter. Wir folgen ein Stück dem Seeufer und müssen dann wieder etwas den Berg hoch und durch den Wald. Insgesamt waren wir mit Pausen etwa 4 Stunden unterwegs.














Auf dem Rückweg halten wir an einer Stelle am Petrohue noch einmal an:


Wir sind schon alle etwas fertig. Die Sandwege haben es schon in sich. Das hält die Kinder aber nicht davon ab, sich gleich wieder ins Schwimmbecken zu begeben. Währenddessen bereitet Steffen das Abendbrot vor und ich bekomme etwas Ausruhzeit. Wir lassen den Tag mit einem Film gemütlich ausklingen und die Kinder verschwinden ins Bett. Die nächste Nacht verbringen wir sehr wahrscheinlich im Zelt in Cochamo. Wir lassen ein landschaftlich schönes Fleckchen Erde hinter uns.