2020-01-13 Puerto Rio Tranquilo

Die Carretera Austral führt uns weiter Richtung Süden nach Puerto Rio Tranquilo, der Ausgangspunkt zum Norden des nördlichen Eisfelds und den Marmorhöhlen. Auf dem Weg dorthin gibt es erstaunliche Landschaften zu bestaunen und riesige Baustellen. Wenn die weiter so an der Carretera Austral bauen, dann weichen die Schotterpisten in den nächsten 10 Jahren Asphaltstraßen. Das wiederum bedeutet mehr Tourismus und das … Wer weiß? Man merkt dass das chilenische Patagonien im Aufbruch ist. Hoffen wir, dass das der Natur nicht abträglich ist.

Unsere letzte Vermieterin meinte, dass Teilstücke der Straße ab 13:00 bis 17:00 gesperrt sein werden. Wir passieren diese Stellen jedoch rechtzeitig und müssen nur ab und zu ein paar Minuten warten.

Steffen wollte nur die Landschaft fotografieren, da hören wir einen seltsamen Vogelruf und folgen ihm.
kurze Pause

In Puerto Rio Tranquilo finden wir einen schönen Zeltplatz direkt am See – Camping Pudu – eine Empfehlung des Lonely Plant. Hans und Paul ziehen auch gleich die Badehosen an und gehen an den Strand, während der Rest die Zelte aufbaut. Richtig rein ins Wasser gehen sie allerdings nicht. Dafür ist das Wasser zu kalt und es ist viel zu windig. In der Sprache der Urbevölkerung heißt der Lago General (größte See Chiles) „stürmischer See“. Nachmittags wird er uns diese Seite noch eindrucksvoller zeigen.

Nach dem Mittagessen fahren wir zu der schon gebuchten Besichtigungstour der Marmorhöhlen. Diese können nur per Boot bestaunt werden. Wir bekommen alle eine Schwimmweste und nehmen Platz im Boot. Bis zu 10 Personen passen drauf. Eine Familie aus Santiago fährt mit uns. Die ausgewaschenen Marmorstrukturen sind wirklich beeindruckend und bizarr. Paul und Hans kommen richtig ins Fotofieber. Aber nicht nur die Beiden.

Während wir so langsam an den Marmorstrukturen vorbeifahren, fische ich einen riesigen Käfer aus dem Wasser. Bis jetzt hatten wir nur ein halbzerfallenes Exemplar gefunden und jetzt den. Er wirkte am Anfang tot, aber auf dem Trockenen und im Warmen erholte er sich wieder. Steffen und die Kinder wollten ihn aber nicht so einfach davonkommen lassen. Er wurde in Marie-Luises Fototasche gesteckt, um ihn später noch genauer untersuchen und fotografieren zu können.

Und dann geht es die ca. 3 km zurück zum Hafen. Mit vollem Gas passieren wir die uns entgegenkommenden Wellen – das gibt ein Gejauchze. „Das ist besser als Achterbahn“, sagt Marie-Luise. Man weiß nie so richtig, wann die nächste höhere Welle kommt und man wieder aufs Wasser klatscht. Wir werden einige Male recht nass, aber dank des Windes auch schnell wieder trocken. Steffens Kommentar: „Allein die Rückfahrt war das Geld wert!“.

Wir besorgen auf dem Rückweg noch Nahrungsmittel und eine Sprite. Nach dem Abendbrot spielen die Jungs mit Papa noch etwas Fußball. Wir beschließen doch nur eine Nacht zu bleiben und am nächsten Tag weiter nach Cochrane zu fahren. Morgen soll es nämlich etwas regnen und da ist zelten eben doch nicht so gemütlich.

Unser Zeltplatz vom See aus.
Cool, bei dem Auto kann man auch draußen ganz gemütlich mitfahren. 🤣
Hans ist heute unser Hüter des Feuers.
Abendessen: Gegrilltes mit Nudeln.
Unser geretteter Käfer.
Auf Hansis Hand.
Auf Wiedersehen! Schön war es hier!

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