Auf dem Weg nach Cochrane bessert sich das Wetter, wir fahren also dem Regen davon. Kurz vor Cochrane sehen wir unser erstes freies Guanako. Was für ein Highlight! Die Landschaft verändert sich immer mehr. Am Zusammenfluss von Rio Baker und Rio Chacabuco sieht es aus wie eine Modelleisenbahn-Landschaft.






Die Färbung des Rio Chacabuco ist kein Schatten, sondern die echte Färbung des Flusses.
In Cochrane finden wir nach einigem Suchen eine super tolle Cabana – Cabanas Margarita. Ein altes Ehepaar sind die Betreiber und die beiden sind sooooo herzlich. Der Mann erzählt Steffen alles Mögliche. Ich kann leider nur wenig verstehen, weil mein Spanisch quasi nicht vorhanden ist. Que pena! Wir werden zwei Nächte hier bleiben und dann über Argentinien weiter nach Feuerland.
Am nächsten Tag wollten wir ursprünglich die knapp 230 km nach Villa O’Higgins fahren, aber das stellt sich schnell als unmöglich heraus. Wir haben nicht mit den Straßenverhältnissen gerechnet. Ziemlich dumm von uns! Für eine Strecke bräuchte man knapp 6 Stunden. Der Plan wird also schnell in den Wind geschlagen. Stattdessen wollen wir nach Caleta Tortel – dieses Dörfchen wurde uns von verschiedenen Seiten immer wieder wärmstens empfohlen. Es ist einzigartig in Chile. Hier gibt es keine Straßen, alles muss zu Fuß über Stecke erreicht werden.



patagonische Fuchsie 



Wir starten also am Mittwoch-Morgen relativ früh. Zumindest so früh, dass noch kein Laden geöffnet hat. Das regnerische Wetter hat uns leider wieder eingeholt. Als wir in Tortel ankommen ist es windig und bewölkt. Das Dorf wirkt recht ärmlich. Ich finde, man sieht, dass das Leben hier sehr hart ist. Für Urlauber scheint es auf den ersten Blick vielleicht romantisch so im Fjord nahe der Flussmündung, aber in Wirklichkeit ist es echt schwer. Ursprünglich lebten die Menschen vom Fischfang. Jetzt rückt der Tourismus immer mehr in den Mittelpunkt. Es werden Cabanas und Hotels gebaut. Es werden Bootstouren zu Gletschern angeboten. Auch hier denke ich, dass das Dorf in ein paar Jährchen nicht mehr wiederzuerkennen ist. Wie schon gesagt – Ein Land im Aufbruch. Mal sehen wo die Reise hingeht.























