Auf dem Weg nach Argentinien fahren wir durch den Nationalpark Patagonia. Letztes Jahr wurde er von Tompkins an Chile übergeben. Tompkins ist ein amerikanischer Mulitmillionär, der in Chile massenweise Land gekauft hat. Dieses Land hat er zu Nationalparks ausgebaut und schenkt sie dann dem Land Chile zur weiteren Verwaltung.
Dieser Nationalpark wurde also letztes Jahr an Chile übergeben. Bis dahin konnte man ihn kostenlos bewandern und in im Zelten. Jetzt verwaltet die conaf den Nationalpark und man muss Eintritt bezahlen sowie Zeltplatzgebühren. Das ist wirklich schade hier, dass man für fast alle Parks Eintritt bezahlen muss. Auf der anderen Seite muss das ganze ja auch finanziert werden. Wir haben uns lange Gedanken darüber gemacht. Wir sind in Europa ganz schön verwöhnt.
Am Eingang des Parks trafen wir auf eine große Herde Guanakos. An weiterfahren ist jetzt erst mal nicht mehr zu denken. Es werden Fotos ohne Ende geschossen. Als wir dann endlich weiterfahren bleiben wir immer wieder stehen, um die Umgebung in uns aufzunehmen. In etwa der Mitte des Weges finden wir das Nationalpark-Besucherzentrum und holen ein paar Informationen ein. Bei dem einen Campingplatz soll es zu einem sehr schönen Aussichtspunkt gehen. Wanderwege gibt es nur lange hier, keine kurzen. O.k. dann fahren wir einfach weiter nach Argentinien.












Am Zeltplatz gefällt es den Kindern und Steffen so gut, dass der Beschluss gefasst wird, dass wir die Nacht doch noch in Chile bleiben. Bevor wir unsere Zelte aufbauen, fahren wir zum Aussichtspunkt. Dank unseres Allrads können wir fast bis hinfahren.












Und dann bauen wir die Zelte auf. Es gibt einen kleinen Bach und zu jedem Zeltplatz gehört eine überdachte Essecke. Die Kinder spielen Fußball und erkunden die Gegend. Sie entdecken bachaufwärts ein Wehr. Was für ein Spaß. Jetzt wird die Klappe immer wieder auf und zu gemacht. Wenn sie das Wasser stauen, dann kommt fast kein Wasser mehr bei uns an. Und wenn sie sie wieder öffnen, dann hört man das Wasser richtig anrauschen. Da bekommt man eine ungefähre Vorstellung davon, was passiert, wenn auf einmal das Wasser aus den Bergen angeschossen kommt.












Beim Abendbrot kommt der Ranger angefahren und als ich mit den Kleinen schon im Zelt bin, kommen sie zu Steffen. Es kostet Geld, wenn wir hier übernachten. Sie sind großzügig und nehmen nur das Geld für Steffen und mich. Außerdem erzählen sie Steffen einiges über den Park. Danach gehen Steffen und Friedrich noch auf Puma-Suche. sie schlagen sich durchs Gelände und auf dem Rückweg verlaufen sie sich etwas. Sie gehen durch einen Sumpf und bekommen nasse Füße. Und dann finden sie tatsächlich eine Puma-Spur. Wow! Die beiden sind begeistert. Aus der einen Stunde Entdeckungstour werden knapp zwei Stunden. Ich war kurz davor auf die Suche zu gehen.




Am nächsten Morgen packen wir die Zelte schnell zusammen, weil es doch tatsächlich wieder etwas anfängt zu regnen. Es war aber zum Glück nur etwas Nieselregen.

Kurz vor der Grenze entdecken wir endlich die Nandus. So cool! Angeblich braucht man ganz viel Glück sie hier zu sehen. Diese Nandus werden gerade mit viel Mühe wieder angesiedelt. Und wir haben sie gesehen.








