In Rio Gallegos gibt es eine Gemeindehaus unserer Kirche. Und da wir uns bemühen, Sonntags in die Kirche zu gehen, wollen wir hier übernachten. Leichter gesagt als getan. Wir kurven etwas orientierungslos durch die Stadt. Laut unserer App gibt es eine Tourist-Information, aber wir können sie einfach nicht finden. Steffen schafft es dann aber doch noch. Der Rest der Familie wartet geduldig im Auto und beobachtet, wie Männer Toilettenpapier mit einem Flaschenzug in die oberste Etage eines Altersheims befördern. 😅
Nach einer gefühlten Ewigkeit ist Steffen wieder da. Die Information ist recht hübsch eingerichtet, aber von außen nicht zu erkennen. Es gibt kein Schild, keinen einzigen Hinweis. 🤷♀️ Die beiden netten Damen meinen nur, das Rio Gallegos keine Touristen-Stadt sei und es deswegen nicht notwendig sei. Sie beraten Steffen sehr nett und weißen ihn immer wieder daraufhin, dass Rio Gallegos keine Touristen-Stadt ist und es sehr wahrscheinlich keine geeignete Unterkunft für uns geben wird. Sie geben ihm aber trotzdem ein paar Empfehlungen. Außerdem empfehlen sie das weiter nördlich liegende Comandante Luis Piedra Buena. Ein wirklich hübsches Städtchen.
Na ja, da es Friedrich nicht sonderlich gut geht und wir ja Sonntag hier sein wollen. Fahren wir zu den Empfehlungen. Im nachhinein frage ich mich, ob sie uns absichtlich an solche Adressen verwiesen haben, um keine Touristen in der Stadt zu haben. Auf der anderen Seite finden wir auch keine Unterkünfte auf den entsprechenden web-Seiten. Wir fahren also weiter nach Comandante Luis Piedra Buena.
Auf unserem Weg passieren wir einen Nationalpark. Der steht aber nicht auf unserer Liste und wirkt landschaftlich nicht sonderlich einladend. Comandante Luis Piedra Buena wirkt wie ein Wüstenstädtchen am Meer, das im Aufbruch begriffen ist. Überall werden Häuser gebaut. Die Suche nach einer passenden Unterkunft gestaltet sich auch hier als eher schwierig. Wir fragen auf der Straße eine Passantin, diese kennt jemanden und der nette Herr holt uns ab. Er zeigt uns eine Cabana, die für 4 bis 6 Personen ausgegeben ist. Viel zu klein für uns. Er kennt noch eine andere Cabana. Und bringt uns hin. Diese Cabana liegt direkt am Fluss und ist deutlich größer. Nach einigem hin und her, ob die Cabana überhaupt verfügbar ist, bekommen wir sie.
Friedrich verfrachten wir ins Bett, der Rest räumt das Auto leer und Steffen fährt einkaufen. Denn wir haben ja einen Grenzübergang hinter uns, d.h. die frischen Lebensmittel haben wir alle vorher aufgebraucht.
Am nächsten Tag geht es Friedrich wieder schlechter. Er hat Fieber. D.h. er verbringt den Tag im Bett. Marie-Luise leistet ihm Gesellschaft. Sie bleibt auch im Bett und liest. Solche Tage muss es auch mal geben. 😅 Hans und Paul holen ihre Angeln raus und versuchen einen Fisch mit Brot zu fangen. Steffen schreibt Reisetagebuch und beaufsichtige sie dabei. 😄 Am Ufer des Flusses Rio Santa Cruz ist es echt schön und vor allem grün. Eine Stute mit ihrem Fohlen grast etwas abseits von uns und es gibt Sitzbänke sowie größere Bäume.





Zum Mittag grillt Steffen und es gibt Reis sowie Erbsen dazu. Friedrich strengt das Essen so an, dass er gleich wieder ins Bett muss. Steffen, Hans und Paul wollen am Nachmittag das Städtchen erforschen. Sie finden einen tollen Spielplatz. Nach einigen Startschwierigkeiten spielen die Jungs mit den argentinische Kindern Fußball und verabreden sich gleich für den nächsten Tag.



Sonntag ist ein ruhiger Tag. Leider ist die nächste Gemeinde viel zu weit weg und wir können nicht in die Kirche gehen. Steffen, Hans und Paul wollen sich eine schöne Stelle suchen und ein Feuerchen machen. Sie ziehen los, verfolgen den Fluss flussaufwärts und kommen zum Mittagessen wieder.





Friedrich geht es schon wieder deutlich besser und deshalb machen wir nachmittags einen kleinen Ausflug. Wir wollen versuchen ans Meer zu kommen. Wir folgen dem Flusslauf auf der anderen Flussseite. Wir kommen nicht bis ans Meer. Vorher versperrt uns eine Industrieanlage oder so etwas wie ein Hafen den Weg. Na ja, war halt nichts. Aber das ist kein Problem für uns. Erst machen wir am Fluss halt und die Kinder graben mit Steffen ein Loch aus. Sie wollen versuchen ein Gürteltier auszugraben. 🤣







Nachdem genug gebuddelt wurde fahren wir noch ein kleines Stück die Straße zurück, bis wir ein schönes Plätzchen zum Erkunden finden. Wir packen das Picknick und gehen los. Wir folgen einem ausgetrockneten Bachlauf. Das scheint eine Stelle zu sein, wo uns kein Zaun hindert weiter zu gehen. Leider versperrt auch uns hier ein Zaun den Weg. Eigentlich wollten wir hoch auf das Plato. Aber das wird wohl nichts. Wir machen ein Picknick und die Kinder entdecken einige Schädelknochen.


Am nächsten Tag geht es weiter. Wir packen alles zusammen und machen uns auf den Weg. Beim Losfahren macht das Auto kurz ein paar komische Geräusche. Ich bin etwas verunsichert. Es hört sich wirklich komisch an. Aber ich weiß auch nicht was wir machen sollen. Da das Geräusch dann wieder weg ist, fahren wir einfach los.



von außen 
Essbereich 
Elternschlafzimmer















