2019-07-14 Erster Sonntag

Wie jeden Sonntag gehen wir auch an diesem in die Kirche. Wir fahren nur ca. 10 Minuten mit dem Auto in unser Gemeindeheim. Da wir uns nicht sicher sind, ob wir es auch gleich finden, sind wir schon 9:30 da. Immerhin ist das Tor schon auf. 😅 Aber auf dem Parkplatz steht nur ein Auto.🤔 „Haben wir uns geirrt? Oder ist heute gar keine Versammlung?“, „Nein, wir sind doch im Pfahlhaus und selbst, wenn eine Konferenz wäre, würden wir richtig sein“. Also gehen wir im leichten Regen in die Gemeinde. Vorher schießt Steffen noch schnell ein paar Bilder – für die Erinnerung. 😊

In der Gemeinde werden wir vom Bischof und seinen Ratgebern herzlich willkommen geheißen und wir setzten uns in eine kalte sowie leere Kapelle (Versammlungsraum). Steffen und die Kinder untersuchen außerdem das Gebäude – wir haben ja noch genügend Zeit. 😉 Zehn vor um kommen dann so nach und nach alle anderen an. Wir sind halt in Chile. Das Schöne ist, egal in welchem Land man ist, der Ablauf der Versammlungen ist immer der Selbe und der vor allem der Geist ist der Selbe!!! 😊 Dadurch findet sich immer ein Ort der Sicherheit. Steffen und Friedrich dürfen auch gleich das Abendmahl austeilen. Nach der Abendmahlsversammlung gehen die drei Kleinen mit zu den Kindern und Friedrich zu den Jungen Männern. Alle kommen begeistert aus ihren Klassen wieder. Nächste Woche hat Friedrich auch schon seine erste Aktivität mit den Jungen Männern. Sie treffen sich immer Mittwochs von 19:30-21:00. Und auch ich werde meine erste FHV-Aktivität am Donnerstag haben. Es soll ein Stilles-Buch für die Kinder genäht werden.

Nach dem Mittagessen und dem Mittagsschlaf fahren wir an den Pazifik. Dieses Mal wollen wir ihn uns von unserer Seite aus ansehen, d.h. südlich vom Rio Bio Bio. Wir geben das Ziel bei google-Maps ein und fahren los. Dabei streifen wir die ärmeren Wohngebiete, folgen einem Feldweg und noch einem. Am Ende haben wir das Gefühl, in einer wilden Müllkippe gelandet zu sein. Beim Öffnen der Autotüren können wir jedoch schon das Meer rauschen hören.

Die Kinder haben vorsichtshalber ihre Badesachen eingepackt.

Mit einem mulmigen Gefühl lassen wir das Auto also stehen und folgen dem Rauschen. Und dann sehen wir es – Wow, sind das große Wellen… Begeisterung auf allen Rängen. „Mama, Mama, dürfen wir rein???“ „Nein, es ist zu kalt und die Wellen sind viel zu hoch!“ Die Mama wieder. 🤨😅

Wow, was für Wellen!
Da hinten vor dem Hügel ist die Mündung des Rio Bio Bio.

Der Ort hat sogar einen Namen – Boca Sur (Südmündung). Eine lange Sandzunge erstreckt sich weit nach Norden und schneidet fast die Mündung des Rio Bio Bio ab. Beeindruckend sind nicht nur die großen Wellen, sondern auch der schwarze Sand. Ich habe noch nie einen schwarzen Sandstrand gesehen. 😯 Wir laufen also am Pazifik Richtung Norden zur Mündung des Rio Bio Bio. Unterwegs entdecken wir Muscheln, Schnecken und tolles Strandholz. Die Hausdeko wird schon mal gesammelt und gesichert. 😂 Da entdecken wir plötzlich eine Seerobbe (oder so etwas😉) in den Wellen. Ist das spannend sie zu beobachten, wie sie scheinbar mit den Wellen spielt. Es wäre für mich sehr interessant zu wissen, ob sie gespielt oder gejagt hat. 🤔

An der Mündung steht extra ein Fass als Stativ bereit 😅

Nach einem super schönen Strand-Spaziergang finden wir unser Auto unversehrt wieder vor und fahren mit unserer Beute nach Hause. Und nun ist auch schon wieder der Sonntag vorbei. 🙁 So schnell vergeht die Zeit…

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